Erfahrungsberichte ehemaliger Freiwilliger

Das Lächeln der Kinder ist nicht bezahlbar – der Rest schon von Sarah

Sarah war im Sommer 2014 als Freiwillige für C4H im Community Center in Okorase tätig. In ihrem Bericht zeigt sie einige der derzeitigen Probleme vor Ort auf, die wir mit der Bereitstellung von Fördermitteln lösen wollen.

Sarah mit einem Kind im Community Center in OkoraseIm Sommer letzten Jahres (A. d. W.: 2014) hatte ich die Möglichkeit, während meines Freiwilligendienstes im Community Center in Okorase mitzuarbeiten. Es war und ist immer noch eine unvergessliche Zeit, die ich sofort wiederholen würde.

Wie man bereits den Infos der Webseite entnehmen kann, ist das Community Center im Gebäude des alten Post Office untergebracht, ohne Wasser und nur sporadisch mit Strom versorgt. Das Gebäude besteht aus dem Hauptraum, in dem Tische und Bänke stehen, sowie ein paar Computer vorhanden sind, die jedoch aufgrund der Wetterverhältnisse nicht mehr oder nur sehr selten funktionieren.Das Community Center in Okorase Im hinteren Teil befindet sich die „Bibliothek“, die allein durch Spenden aufgebaut wurde. Es gibt sowohl englische, wie auch Bücher auf Twi (eine der vielen Landessprachen Ghanas). Im dritten und letzten Zimmer ist das „office“, wo auch der Kopierer steht, den die Bewohner von Okorase gegen eine kleine Gebühr benutzen dürfen.

Es wurde zwar schon viel erreicht, aber dennoch fehlt es noch an vielen Dingen, um den Tag mit den Kindern und Jugendlichen besser gestalten zu können.

Kinder im Community Center lernen die UhrIch habe zusammen mit einer Freundin im Projekt gearbeitet. Da wir beide bereits Vorerfahrungen im Unterrichten und im Umgang mit Kindern haben durch unser Studium, haben wir versucht, eine Struktur im Projekt zu etablieren.

Unser Tag fing immer damit an, dass wir in einem großen Eimer Wasser aus dem Brunnen des Ortes holten (für 20 Pesewas, ca. 5 Cent), damit die Kinder sich die Hände waschen konnten. Hierfür wurde auch Seife gekauft. Anschließend trafen wir uns alle im Hauptraum und begannen den Tag mit einem gemeinsamen Begrüßungslied und einfachen Spielen zum Mengenverständnis und dem Schriftspracherwerb.

Lehrmaterial für die Hygiene-LernstundeHierfür hatten wir natürlich keine Materialien und mussten so mit viel Kreativität Materialien basteln. Alles möglich und es hat auch super funktioniert, natürlich waren diese jedoch nicht wirklich langlebig. Daher kann hier durch kleine Spenden viel erreicht werden.

Im Laufe des Vormittags erarbeiteten wir immer Aufgaben zu bestimmten Themenfeldern wie „story telling“, „me and you – health, communication and rules“ oder „time of my life“. Durch Spenden und eigene Investitionen konnten wir mit den Kindern Uhren basteln und Plakate zu den Themen „Vorbeugung von Krankheiten“ und zum „richtigen Händewaschen und Die Kinder im Community Center machen eine TrinkpauseZähneputzen“ gestalten. Wir kauften für die Kinder Zahnbürsten, Zahnputzbecher und Zahncreme, sodass wir morgens zusammen Zähne putzen konnten. Eigentlich selbstverständlich, dass nicht mit dem Brunnenwasser Zähne geputzt werden sollte, Problem ist nur, dass keine Gelder für Trinkwasser vorhanden sind, sodass zum Zähneputzen und Trinken das Brunnenwasser verwendet werden musste. Also ist hier auch Platz für Ihre Spenden.

Mittagessen – wichtig in der kindlichen Entwicklung – leider gab es im letzten Jahr keine Sponsoren, sodass die Kinder nichts zu Mittag essen konnten, außer sie Geschnittene Bananen und Orangen als Mittagssnackbekamen etwas von ihren Eltern mit. So kauften wir einmal in der Woche für 10 Cedi (ca. 2,50 EUR) 20 Bananen, etliche Orangen und Ananas, sodass sie einmal in der Woche ein Mittagessen hatten. 2,- EUR pro Tag, um allen Kindern ein Mittagessen zu ermöglichen ist nicht viel…

Nachmittags spielten wir mit den Kindern Ballspiele, sangen, malten Mandalas (selbst gestaltet und kopiert) oder spielten andere Kooperationsspiele miteinander. Springseile sind sehr beliebt, aber nicht genug vorhanden, Gummi-Twist, Fußbälle etc., alles keine teuren Anschaffungen hier in Deutschland, aber aufgrund der Der Mittagssnack wird serviertfehlenden Spenden im Moment noch nicht finanzierbar. Gerade die Mandalas waren sehr beliebt, Papier und Druckerpatronen aber sehr teuer, sodass wir nicht immer welche ausgeben konnten. Ein 1000er Päckchen Papier kostet 15 Cedi (ca. 4,- EUR), also für unsere Verhältnisse nicht viel, deswegen können wir hier mit Ihrer Spende viel erreichen.

Zum Abschluss trafen wir uns alle noch einmal, wiederholten das Gelernte des Tages und sangen unser Abschlusslied, bevor alle Kinder nach Hause gingen.

Wie Sie sehen können, kann man mit wenigen Mitteln den Alltag der Kinder schön gestalten. Jedoch hing es bis jetzt immer von den Freiwilligen ab, ob sie finanziell das Projekt unterstützen konnten. Sie können jetzt dafür sorgen, dass langfristig die Kinder von Okorase einen Treffpunkt haben, wo sie in ihrer Entwicklung begleitet und gefördert werden und sich wohlfühlen. Daher würden wir uns freuen, wenn Sie sich für eins der Spendenprojekte, die ich in meinem Bericht erwähnt habe, entscheiden und das Projekt langfristig unterstützen (A. d. W.: Das Projekt in Okorase wurde mittlerweile beendet).

Vielen Dank! Meda wo ase!

Ein Kind aus dem Community Center Kinder aus Okorase nach dem Fußballspielen Kinder aus Okorase beim Spielen

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Zuletzt geändert am 06.10.2026